Dienstag, 7. Juli 2009

Es geht ihnen nicht gut

Nein, es geht ihnen wirklich nicht gut. Die Rede ist von den Amerikanern, genauer den Nordamerikanern.

Ziemlich genau zehn Jahre ist es her seit meinem letzten Besuch der Weltmacht. In diesen zehn Jahren ist viel passiert, nebst der Tatsache, dass der Immigration Officer jetzt noch genauer und mit mehr technischen Hilfsmitteln hinsieht und mehr nachhakt.

Erstmals aufgefallen ist's mir in meiner zufälligen Rolle als Elektriker im Motelzimmer. Aufgrund einer Reklamation meiner Partnerin - gerade am Lesen eines Buchs der Weltliteratur - die beanstandete, dass die Nachttischleuchte nicht (mehr) ihrer zugedachten Funktion nachkam. Also, Stecker raus und ran an die Birne - dachte ich. Mit offenem Mund stand ich vor einer ausgewachsenen Energiesparlampe; ja sie lesen richtig eine Energie sparende Lampe. Und ich dachte immer nur die Europäer sparen Energie; aber nie und nimmer die Amis. Nun ja, ich konnte es zur Zufriedenheit aller richten. Dennoch, der (Energie)Schock sass bis tief in die Nacht.

Der nächste Morgen; neues Glück. Bis zu dem Zeitpunkt als ein Auto auf dem Motelparkplatz an mir vorbei fährt und dabei kein Geräusch von sich gibt. Gut, zugegeben ich bin kein Morgenmensch, also eher Eule als Lerche. Und somit am Morgen nicht immer wahnsinnig aufnahmefähig ... aber gar kein Geräusch?

Da der nächste Schock. Die Buchstaben leuchten noch heute auf meiner Netzhaut. HYBRID, wieder so was mit Sparen und dies im Land der unbegrenzten Energie. Was jetzt kommt ist ja wohl klar; ich sehe ein Hybridfahrzeug nach dem anderen. Zugegeben, viel mehr als ich in Europa bisher gesehen habe.

Es scheint, als ist wirklich vieles passiert in diesen zehn Jahren. Wenn ich jetzt noch höre, dass das Kyoto-Protokoll unterzeichnet werden soll ist der Schock gar nicht mehr so gross.

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