Montag, 28. September 2009

Er gehört zu mir, wie mein Name ...

a) ... im Facebook
b) ... auf seinem Oberarm
c) ... an der Tür

Na, kennen sie die Lösung?  Wenn ja, ist es jetzt schwer sie in ihrem Alter einschätzen zu können. Dann können sie eigentlich jedes Alter einnehmen. Denn Schlager ist - wie's aussieht - nach wie vor modern und erfreut sich wieder  wachsender Beliebtheit. „Du kannst nicht immer 17 sein“.

Und so zog letzten Samstag eine grosse Schar bunter Schlageranhänger anlässlich der Schlagerparade 2009 (27'000 Besucher) durch Chur (GR). „Knallrotes Gummiboot“. Gerne hätte ich mehr Fotos veröffentlicht. Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend - auch gesungene - Worte. Das ist im Moment aber sehr heikel. Bedenke man der Aufregung wenn eine bekannte Firma mit einem Fahrzeug durch die Strassen fährt, auf gut zwei Metern Höhe Panoramafotos schiesst und diese der Weltöffentlichkeit zugänglich macht. Gut, mein Foto ist auf einer Höhe von 1.985643 Metern geschossen worden und somit unter diesen zwei Metern. Ich weiss nicht ob dies vor dem Datenschützer hilft, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen. „Schöner fremder Mann“. Zudem sind auf dem Foto die Bienen aus Pappmaché die einzigen, welche nicht durch eine Sonnenbrille getarnt sind. "Ein bisschen Spass muss sein". 

Hossa ... Ein farbenprächtiges, friedliches Generationenfest mitten in der beschaulichen Bergwelt. Hier findet - ausser vor der Showbühne - jeder seinen Platz. „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“. Das Motto der 13. Ausgabe der Schlagerparade lautete "Willst Du mit mir gehen?". Ich wollte und bin aber auch froh wieder zu Hause im Flachland zu sein. „Junge komm bald wieder“.

Montag, 21. September 2009

Ohne Krimi geht die Mimi nie in's ... Wochenende


Witzig fand ich den jungen Herrn, der in seinem Anzug mit tiefschwarzer Sonnenbrille - es war draussen bereits dunkel - unauffällig zu mir kam und vorgab vom Britischen Geheimdienst zu sein. Er hätte da ein paar Fragen und ich sähe so aus, als ob ich ihm diese beantworten könne. Als ich ihm sagte, ich müsse ihm zwecks einwandfreier Identifikation vorgängig ein paar Fragen stellen, war ihm schon nicht mehr so wohl in seinem Anzug. Tja, er wusste nicht einmal die Telefonvorwahl von England. Kurzum, er war enttarnt. Ein Gast der auf den schauspielerischen Putz hauen wollte.

Ganz anders Lady Kiara. Ich dachte sie ist eine professionelle Schauspielerin und gehöre zum Ensemble. Denn sie spielte in ihrem rubinroten Abendkleid diese Rolle des männerverschlingenden Vamps derart authentisch, dass ich ihr den Rücken zu keinem Zeitpunkt zudrehte. Bei der Auflösung des Rätsels stellte sie sich als Geschäftsführerin einer bekannten Anwaltskanzlei vor. Was machen diese Anwälte eigentlich den ganzen Tag? Gut, mit den Juristen verhält es sich ja wie mit den bösen Mädchen. Die guten Mädchen kommen in den Himmel, die bösen Mädchen kommen überall hin. Und somit auch an ein Krimi-Wochenende.

Hier die Zutaten: Ein Hotel am besten aus der Reihe "Seminarhotel in ländlicher Umgebung", 60-80 Gäste, davon 10 Schauspieler (Laien oder Profis), Theaterblut, falsche Polizisten, eine Dorfbevölkerung die mitspielt und ein verrücktes Drehbuch.


Als Gast kann man sich in Rücksprache mit dem Spielleiter eine Rolle massschneidern oder mal einfach passiv am Geschehen teilnehmen. Ich empfehle eine Rolle einzunehmen. In diese kann man sich so wunderbar zurückziehen, sollten die Wirren des Drehbuchs wieder einmal hart zuschlagen und man als letzte Person mit der ermorderten Tochter des gierigen Grossindustriellen gesehen wurde.

Wann haben sie ihr letztes Wochenende gewollt zum Krimi gemacht?




Montag, 14. September 2009

Weihnachten ist planbar


Haben sie's bemerkt? Es wird kälter da draussen... Nein, ich meine nicht den zwischenmenschlichen Umgang im geschäftlichen Umfeld, sondern die Temperaturen in °C (oder °F, wie sie's denn lieber hätten). Und wenn es kälter wird, dann kommt wie jedes Jahr in unserer Gegend irgendwann Weihnachten.

Hmmm, und da stehen wir dann erschrocken da: Ohne passende Geschenke, ohne Zeit für den Weihnachtsmarkt und schon gar nicht für die terminlich sehr unpassend gelegten Weihnachtsfeiern in der Firma, der Schule der Kinder oder im Altersheim der Grosseltern.

Aber es gibt Abhilfe: Hier der ultimative und kostenlose Aufruf von Planetemmi:

Liebe Vorgesetzte, Lehrer und Altersheimleiter. Sie haben jetzt die Chance das Datum ihrer Weihnachtsfeiern bereits heute bekannt zu geben. Zur einwandfreien Dokumentation stelle ich ihnen sogar die Kommentarfunktion zur Verfügung. Also, nutzen sie die Chance ... denn Weihnachten ist planbar.

P.S. Gerne schreibe ich zu diesen einmaligen Erkenntnissen bei Gelegenheit ein Management-Handbuch. Dass diese Erkenntnisse auch auf Ostern, Geburtstage etc. anwendbar sind, behalte ich vorerst für mich. Ich werde dies dann später in einem Management-Sammelband veröffentlichen. Gerne nehme ich schon jetzt Bestellungen entgegen. Falls sie eine persönliche Widmung wollen, bitte melden.



Sonntag, 6. September 2009

Erste Probe

"Nein, Maja Du hast bisher immer die zweite Stimme gespielt und das soll so bleiben." Dabei hätte Maja viel lieber die erste Geige gespielt. Und Cindy hat sich bereits zur ersten Probe abgemeldet, wie sie es vermutlich für die nächsten Proben bis zum grossen Auftritt auch tun wird. "Mir soll es recht sein" meint Heinz lapidar. Franz hat sich angeblich beim Essen verletzt und kann heute auch nicht kommen. Nein, wir sind nicht in den Orchestergraben gefallen, sondern befinden uns an der ersten Piccolo-Probe unmittelbar nach der langen Sommerpause. Mit dem grossen Auftritt ist die Basler Fasnacht gemeint.

Keine leichte Aufgabe für den Piccolo-Instruktor die noch sonnenverwöhnten und braungebrannten Cliquenmitglieder zum gemeinsamen Proben anzuhalten. Gespengstische Szenen spielen sich ab: Hallo Piccolo; ich versuch dich jetzt mal zusammen zu setzen. "Mein Piccolo riecht modrig ..." "Aufpassen, vorwärts, marsch!" Korrekturen hier, Korrekturen da, ein Lob zwischendurch. Kleine Abstimmungen: Wer ist der Meinung das ist ein Cis? Und warum klingt es derart unterschiedlich, wenn wir alle ein Cis spielen? So finden wir uns eingepfercht im Säli eines renommierten Restaurants, kommen - auch aufgrund der geschlossenen Fenster - leicht in's Schwitzen und müssen uns erst wieder einmal daran gewöhnen in der Gruppe gemeinsam zu musizieren.

In der wohlverdienten Pause teilen wir der Verantwortlichen für den Bummel (das ist der Cliquenausflug nach der Fasnacht) noch beiläufig mit, dass das Museum für Gegenwartskunst in Bremgarten AG eine wunderbare Ausstellung über "Die Erotik des Mittelalters" (siehe auch Blog "Mittel Alter") haben wird und dies einen Besuch im Rahmen des Bummels sicherlich wert sei. Sie wird den Wink mit dem Zaunpfahl - oder in diesem Fall besser der Hellebarde - sicherlich verstehen.

Weiter gehen wir zum Präsidenten und machen ihm noch unsere Aufwartung. "Das war ein wunderbarer Ausflug in die Petit Camargue Alsacienne den Du da organisiert hast. Rainer schwärmt noch heute von dem feinen Fisch und dem Muskateller." Das der gelobte Präsi dabei schon um zehn Uhr abends zu Bett getragen werden musste, übersehen wir geflissentlich.

Gut ist der Sommer endlich vorbei und wir können uns wieder der kommenden fünften Jahreszeit widmen. An dieser Stelle gute Besserungswünsche an alle die nicht zur ersten Probe kommen konnten.